Bewerbung | Anmeldung für die praxisintegrierte Ausbildung

Die Themen im Überblick

Zugangsvoraussetzungen

Neben den seitherigen Voraussetzungen für die Aufnahme an der Fachschule für Sozialpädagogik (siehe dort)

gibt es für die praxisintegrierte Ausbildung (piA) folgende gesetzlich geregelte zusätzliche Möglichkeiten:

 

der Realschulabschluss und

  • eine mindestens einjährige abgeschlossene Berufsausbildung im pflegerischen Bereich oder eine entsprechende Vollzeitschule, wenn das Wahlfach Pädagogik und Psychologie besucht wurde sowie ein sechswöchiges Praktikum in einer sozialpäda-gogischen Einrichtung, oder
  • eine mindestens zweijährige kontinuierliche Tätigkeit als Tagesmutter mit mehreren Kindern (über Pflegeerlaubnis zugelassen) sowie ein sechswöchiges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Wird eine Tätigkeit als Tagesmutter lediglich in Teilzeitform nachgewiesen, verlängert sich die Zeit der geforderten Tätigkeit entspre-chend, oder
  • eine mindestens zweijährige Tätigkeit mit Kindern in einer sozialpädagogischen Ein-richtung, wobei auch ein freiwilliges soziales Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst in einer Kindertageseinrichtung angerechnet werden kann, oder
  • eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung und ein sechswöchi-ges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung, oder
  • die Führung eines Familienhaushalts mit mindestens einem Kind für die Dauer von mindestens drei Jahren und ein sechswöchiges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung.

Dazu kommt am Waldorferzieherseminar Stuttgart für die praxisintegrierte Ausbildung:

  • der Abschluss eines Ausbildungsvertrags mit dem Träger einer geeigneten (Waldorf-) Praxisstelle.
Aufnahmeverfahren

für die praxisintegrierte Ausbildung müssen Sie sich an zwei Stellen bewerben:

  • beim Waldorferzieherseminar Stuttgart für einen Schulplatz an der Fachschule für Sozialpädagogik (praxisintegriert)
    und
  • bei einer Waldorf-Kindertagesstätte für eine Praxisstelle.

Sie sollten beide Bewerbungen parallel betreiben.

 

für die Bewerbung an der Fachschule gehört zu den vollständigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen:

  • ein persönliches Anschreiben, aus dem auch Ihre Motivation für eine Waldorf-Erzieher/innen-Ausbildung hervorgeht
  • ein tabellarischer Lebenslauf,
  • Zeugniskopien ihres Schulabschlusses
  • sonstige Nachweise entsprechend den für Sie geltenden Zugangsvoraussetzungen
  • drei neue Passbilder
  • gegebenenfalls bereits die Daten einer Praxisstelle, die mit Ihnen einen Ausbildungsvertrag schließen will.

Wenn Ihre Unterlagen vollständig vorliegen, werden Sie zu einem Aufnahmegespräch eingeladen, das in der Regel im Anschluss an einem der Informationstage stattfindet. Dabei schreiben Sie auch einen kleinen Aufsatz zu einem vorgegebenen Thema rund um Kindheit und Erziehung.

 

Bescheid über die Aufnahme erhalten Sie danach binnen ca. 14 Tagen – bei einer Zusage durch Übersendung eines Schulvertrags.

Bewerbung um eine Praxisstelle

Für die Bewerbung um eine Praxisstelle gelten die gleichen Regeln, wie für jede Bewerbung um eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, denn Sie schließen hier einen Arbeitsvertrag für ein berufliches Ausbildungsverhältnis über drei Jahre.

Die Einrichtung muss dazu Bedingungen der Fachschule erfüllen, die insbesondere darin liegen, dass es eine Waldorfkindertagesstätte sein muss, die auch die fachliche Anleitung in der Praxis betreuen kann. Das Praktikum muss nicht notwendig in einer Waldorf-Kindergartengruppe (Alter 3-6) durchgeführt werden, es kann auch in einer Waldorfkrippe oder einem Waldorfhort stattfinden. Es muss aber Gelegenheit bestehen (oder auch bei einer anderen Einrichtung gegeben werden), in den jeweils anderen Altersgruppen der Kinder Praxiserfahrungen machen zu können.

 

Wegen der Neuheit der praxisintegrierten Ausbildungsform ist es nützlich, wenn Sie als Interessent/in mit Ihrer persönlichen Bewerbung bei einer Waldorfkindertagesstätte von sich aus initiativ werden und dadurch mit zur Schaffung von neuen Ausbildungsstellen beitragen. Eine Übersicht von Einrichtungen können Sie zum Beispiel bei der Vereinigung der Waldorf-Kindertageseinrichtungen Baden-Württemberg finden.

Informationstage

Die Fachschule / das Berufskolleg veranstalten regelmäßig „Informationstage“ für Interessenten und Bewerber.
Bei diesen Gelegenheiten vermitteln wir (zwischen 10 und 13 Uhr) ausführliche Informationen zum Ausbildungsgang. Sie lernen dabei Lehrer und Seminaristen kennen und machen kleine Erfahrungen, was Sie in der Ausbildung erwartet…

 

Um die Infotage entsprechend der Anzahl der Teilnehmer besser vorbereiten zu können, bitten wir alle Interessenten um Anmeldung (auch per Telefon oder E-Mail).